Autor: Fabbo (Seite 18 von 18)

KEINE Spende für die Consorsbank

Das Marketing läuft, an jeder Ecke sieht man Emojis, ein Foto von Max Morlock und markante Sprüche wie „Er bereute diese Liebe nie“. Es wurde einen Werbefilm gedreht (mit 80 Leuten, haha), auf Facebook werden bereits die Prämien für die „Spende“ vorgestellt.

Bereits in einem vorherigen Beitrag habe ich diese Kampagne sehr negativ bewertet, an dieser Meinung hat sich bis heute nicht geändert. Jetzt wird es allerdings ernst. 800.000 Euro müssen zusammen kommen. Egal wie viele Fans dafür spenden, die Summe wird zusammen kommen. Die C-Bank wird die Kampagne erfolgreich beenden. Die Bank wird alles dafür tun keinen Reinfall zu produzieren. Das würde ein schlechtes Bild auf die Bank werfen.

Ich bitte alle, die diese Aktion unterstützen möchten, nochmal eindringlich sich die Zeit zu nehmen um sich noch mal den ein oder anderen Gedanken über diese Sache zu machen. Welchen Schaden durch die C-Bank mit dieser Aktion angerichtet wird.

Der 1. Fußballclub Nürnberg Verein für Leibesübungen e.V. hat nichts, aber auch gar nichts davon. Kein Geld für den Verein, er hat nicht einmal den positiven Nebeneffekt in Form eines Sponsoring (wie es bei Grundig war), da mit der PSD Bank bereits eine exklusive Vereinbarung besteht.

Wie die C-Bank bei der ersten Pressekonferenz mitteilte haben sie die Rechte am Namen Max Morlock erhalten. Welcher Umfang ist damit abgedeckt? Wie lange läuft diese Rechtübernahme? Ungewiss. Darf der FCN Morlock noch erwähnen ohne eine Vereinbarung mit der Bank zu besitzen? Man weiß es nicht. Es entsteht kein positiver Nebeneffekt für den Verein. Die überregionalen Medien werden zwar von einem „Sieg der Tradition“ sprechen, aber für die Zukunft stehen die Vorzeichen noch schlimmer.

Nach dem 3jährigen Namenssponsoring seitens der C-Bank wird es die Erwartungshaltung geben, für jetzt und alle Zeit ein Max-Morlock-Stadion zu haben. Da gibt es mehrere Möglichkeiten, die alle negativ dem Verein schaden.

    • 1. Es findet sich im Anschluss kein Sponsor mehr (da keiner logischerweise den Fans das MMS nehmen möchte). Bedeutet, die Stadt und die Betreibergesellschaft ist genötigt das Geld auf andere Weise zu generieren. Was liegt da näher als eine Mieterhöhung für den einzigen Mieter?
    • 2. Es wird in 3 Jahren anderes heißen und der Name Max-Morlock-Stadion ist für alle Zeit verbrannt. Es wird danach nie wieder die Möglichkeit geben das das heilige Achteck diesen Namen besitzt, da man analog zum Frankenstadion keine Begehrlichkeiten bei den Fans wecken möchte. Das kann nicht das Ziel sein!
    • 3. Sollte der Verein das Stadion in Form der Betreibergesellschaft übernehmen, wird es auch in Zukunft gezwungen sein Geld durch die Veräußerung des Stadionnamens einzunehmen. Hier würde wieder Punkt 1 greifen.

Die C-Bank ist auf den Zug aufgesprungen, den die aktive Fanszene im April 2006 auf die Reise geschickt hat. Damals, als eine andere Bank den Stadionnamen übernommen und uns somit um dem Namen Frankenstadion beraubt hat, wurde der Protest gegen eine Kommerzialisierung des Stadionnamens gestartet. Seit dieser Zeit gab es mehrere Aktion für ein Max-Morlock-Stadion und der Name wurde stets in verschiedenen Texten, Fahnen, Aufklebern oder T-Shirts in Erinnerung gehalten.

Die Bank versucht jetzt die Früchte der Ultras Nürnberg Saat zu ernten. Das spricht deutlich gegen den Anti-Kommerz Gedanken, welcher damals eine große Rolle bei der symbolischen Umbenennung in Max-Morlock-Stadion spielte. Leider gab es aus der aktiven Szene kein klares Statement im Umgang mit der C-Bank-Kampagne.

Natürlich wäre es ein Traum das unsere Heimat in Zukunft Max-Morlock-Stadion heißt. Allerdings gab es im Zuge der „Max-Morlock-Stadion Jetzt!“ Kampagne der Fanszene einen markanten Spruch: „Unser Stadion ist keine Nutte!“. Jetzt ist nicht nur unserer Stadion eine eben solche, auch Nürnbergs Größter Spieler wird für eine billige PR-Aktion verkauft und missbraucht.

Bevor sich jemand entscheidet, diese Aktion mit seinem Geld zu unterstützen, sollte er sich fragen ob es nicht besser wäre die 10, 100 oder 1000 Euro zu nehmen und dem Verein selbst zu spenden. Jeder kennt die finanzielle Situation des Vereins aus den Medien. Der Verein benötigt das Geld dringender als die Bank. Der Verein hat mehr von einer direkten Spende. Mit einer „Spende“ für die Crowdfunding-Kampagne der C-Bank wird in keinster Weise der Verein unterstützt!

So groß mein Wunsch nach einem Max-Morlock-Stadion auch ist, die Umstände und die komplette Kommerzialisierung sowie Inszenierung der Bank kann und wird von mir nicht unterstützt. Ich werde weiterhin mit Stolz meine Max-Morlock-Stadion T-Shirts der Nordkurve Nürnberg tragen, ich werde weiterhin in den Texten den Namen verwenden.

LEIDER wird diese PR-Kampagne einen positiven Abschluss finden. LEIDER wird das Nürnberger Stadion mindestens die nächsten 3 Jahre Max-Morlock-Stadion heißen. LEIDER wird es genug Personen geben die Summe X „spenden“ und dann Stolz mit ihrem C-Bank MMS T-Shirt rumlaufen oder sich ein Bild in die Wohnung hängen. LEIDER!

In welcher Form die C-Bank nach „erfolgreicher“ Kampagne mit einem Max-Morlock-Stadion wirbt ist unklar und bietet große Gefahren, dass Nürnbergs größter Spieler auch in Zukunft einfach als billiges Werbemittel missbraucht wird für ein bisschen gute Publicity. Diese Unbekannte sollten wird uns allen vor Augen führen. Aus reiner Gutmütigkeit wird kein Sponsor 4 Millionen aufbringen und eine 6-Stellige Summe in Werbung investieren. Die C-Bank möchte einen Gegenwert.

Der letzte Absatz richtet sich an die Personen, denen das Wohl des Vereins am Herzen liegt. Die sich nicht von einer billigen PR leiten lassen. Die auch mal Nachdenken. Spendet das Geld dem eingetragenem Verein (so lange es noch möglich ist), der der 1. FC Nürnberg ist.

Spendenkonto:
Empfänger: 1. FC Nürnberg
IBAN: DE 46 77 069 46 1000 64 00000
Verwendungszweck: Spende für den 1. FCN e.V.

Für ein Max-Morlock-Stadion – Scheiß Consorsbank!

Max-Morlock-Stadion durch Consorsbank?

Nachdem der Vertrag mit Grundig im Juli 2016 ablief, hieß das frühere Frankenstadion nur noch „Stadion Nürnberg“, auch wenn die Bestuhlung weiterhin kostenlose Werbung für Grundig machte. Im Januar 2017 (was schon zeigt wie interessant ein Stadionsponsoring in der heutigen Zeit ist…) kam dann plötzlich die Consorsbank um die Ecke.

Doch die Consorsbank möchte kein klassisches Sponsormodell und die Hütte „Consorsbank-Stadion“ oder „Consorsbank-Arena“ nennen, nein. Die Bank kam auf die pfiffige Idee es „Max-Morlock-Stadion“ zu nennen. Ein Name, für den die Fanszene seit Jahren kämpft. Bereits der Möchtegern-König-von-Nürnberg Markus Söder wollte mit der Lotto GmbH den Namen nehmen, doch sein Gebot war zu niedrig. Jetzt also die Consorsbank. Der Retter der Stadion Nürnberg Betriebs-GmbH.

Doch es wäre ja fatal für die Firma in 3 Jahren (spekulierte) 2,5 Millionen Euro für ein Sponsoring zu verschenken und das Stadion „Max-Morlock-Stadion“ zu nennen. Jetzt kam die super duper Idee auf, doch die Fans aktiv einzubinden mittels einer Crowdfunding-Aktion. Genau. Die Fans sollen einen Teil des Sponsorsumme der Consorsbank übernehmen (800.000 €). Ihr bekommt je nach Höhe der „Spende“ sogar eine Prämie (wer denkt bei einer Bank nicht an so scheiße wie Kontoeröffnung, Reduzierte Kontoführungsgebühren etc.?). Wenn ich an einen Max-Morlock-Stadion Schal mit Consorsbank-Logo denke kotze ich!

Doch wie sieht es aus wenn im Mai 2017 keine 800.000 € zusammen gekommen sind? Hat man dann die kostenlose Publicity genutzt und eine Verbindung in den Köpfen zwischen „Max-Morlock-Stadion“ und Consorsbank geschaffen? Wird man dann doch das klassische Modell wählen und unser heiliges Achteck „Consorsbank-Stadion“ nennen? Das sagt man nicht. Man geht in unglaublicher Arroganz davon aus das die 800k€ finanziert werden.

Leider gibt es genug Vollidioten die sich jetzt in den Sozialen Medien damit rühmen diese Scheiße zu unterstützen. Schämt euch! Ihr macht den Kampf um ein Max-Morlock-Stadion kaputt! Wenn nach 3 Jahren der Sponsoringvertrag der Consorbank abläuft und die nächste Firma das Ding umbenennt habt ihr für alle Zeit den Namen „Max-Morlock-Stadion“ missbraucht und beschmutzt.

Bei jedem Gedanken an dieses Trauerspiel kommt mir ein wenig Kotze im Hals hoch.
Spendet das Geld lieber dem 1. FC Nürnberg e.V.!

Max-Morlock-Stadion Jetzt!
Hört auf den größten Spieler der Glubbgeschichte für euren Schmutz zu verwenden!

Scheiss Consorsbank!

2016

Das Jahr 2016 ist vorbei, also können wir es doch mal kurz Revue passieren lassen, wenn die Erinnerungen noch frisch sind.

Das Jahr startete auf dem Relegationsplatz, welcher bis zum Ende der Saison gehalten wurde. Einem überragendem Schäfer zum Auftakt nach der Winterpause in München folgten 2 Unentschieden gegen Bochum & Düsseldorf, bevor der Februar mit dem Derbysieg veredelt wurde. Dieser Sieg war wichtig für die Mannschaft und vor allem die Fans. Nach diesem Spiel wurde das Wort Aufstieg verstärkt in den Mund genommen. Wer sollte uns aufhalten?

Auch im März wurde nicht verloren. Gegen Sandhausen, Kaiserslautern, Bielefeld und Leipzig wurden alle Punkte geholt. Der Monat war mit Highlights gepickt. Gegen Kaiserslautern musste Rakovsky für Schäfer ran, welcher sich verletzte. Allerdings dauerte es nicht lange dann verletzte sich auch Rakovsky im Spiel, nur um am Ende die 3 Punkte mit einer überragenden Parade fest zu halten. Hier ist auch der Siegtreffer von Stieber kurz vor Schluss zu nennen, welcher so viele Emotionen hervor brachte, das der Torschütze mit einer Ampelkarte von Platz gestellt wurde. In Bielefeld waren wir über weite Strecken das schlechtere Team, dennoch ging es am Ende deutlich zu unseren Gunsten aus. Das Spiel gegen den Brausegetränkehersteller stellte die Ansprüche auf den Aufstieg klar, immerhin wurde der Ligaprimus klar in die Schranken gewiesen, symbolträchtig von einem stehend K-Oen Burgstaller, welcher mit letzter Kraft und letztem Willen das 3:1 erzielte.

Der April begann mit einem Sieg in Frankfurt, bevor der Glubbdepp in dieser Saison doch noch mitspielen wollte und das erste Spiel nach 18 ohne Niederlage gegen Duisburg verloren wurde. Der MSV war zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzter und sollte am Ende auch absteigen. Damit waren die Hoffnungen auf den direkten Aufstieg dahin. Das nachfolgende Spiel beim KSC wurde ebenso verloren. Nach einer Niederlage sah es auch gegen Union Berlin aus, allerdings sollte mit unfassbarer Willenskraft eine Halbzeit ausreichen um 6 Tore zu schießen. Die Chancen den 3. Tabellenplatz zu verlieren gab es nur in der Theorie, daher tat die Niederlage in Braunschweig auch nicht mehr weh.

Im Mai ging es eigentlich nur um den möglichen Relegationsgegner. Frankfurt? Bremen? Es wurden noch St. Pauli und Paderborn besiegt, bevor die Festtage schlussendlich gegen Frankfurt steigen sollten. In Frankfurt sollte es Unentschieden erspielt werden, welchen sehr große Hoffnungen auf einen positiven Ausgang für das Rückspiel brachte. Vor dem Rückspiel war die Anspannungen jedem anzumerken. Im ausverkauften Haus, mit einer unfassbaren Stimmung welche hier einen großen Moment herbeiführen wollte, ging das Spiel allerdings verloren. Leider verdient. Allerdings dankte man der Mannschaft am Ende dieser guten Saison mit einem unfassbar emotionalen “You’ll never walk alone”, während man in die Tränengetrübten Augen der Spieler sah. Ein großer Moment für die Ewigkeit.

Die Sommerpause war notwendig um wieder auf Normaltemperatur zu kommen, doch hier sollten Himmel und Hölle wieder nah beieinander liegen. Weiler verlässt den Verein kurz vor dem Saisonauftakt, als Ersatz wurde Schwartz aus Sandhausen geholt. Auch im Kader gab es Bewegung, Erfolgstorschütze Füllkrug wollte unbedingt Bundesliga spielen und landete in Hannover. Burgstaller wollte auch weg, blieb aber. Auf Sponsorenseite wurde die Nürnberger Versicherung aus dem Hut gezaubert.

Der August war der krassen Gegensatz zu den Monaten davor. Aus 3 Spielen konnten mickrige 2 Punkte in Dresden und gegen Heidenheim geholt werden. Überschattet wurde der Monat von einer dicken 6:1 Packung in Braunschweig, wonach für viele der neue Trainer schon verbrannt war und es (typisch Glubb) in dieser Saison nur gegen den Abstieg geht.

Im September ging die Niederlagenserie weiter. Gegen die blauen Münchener, beim Torfestival in Bochum und im Derby gab es bittere, aber verdiente Niederlagen. Der berühmte Bock wurde am am 7. Spieltag umgestoßen, wo Bielefeld dran glauben musste. Himmel und Hölle wie der Glubb eben ist, startete danach eine Siegesserie welche im neunten Monat noch Union überrollte.

Um im Oktober erst Karlsruhe und danach Aufstiegsaspirant Hannover platt zu wälzen. Typisch Glubb sollte es mal wieder der Tabellenletzte sein, welcher eine Serie stoppt. Diesmal ging das Spiel aber nicht verloren, auf Sankt Pauli gab es Immerhin einen Punkt.

Mit einem Sieg in Aue ging es im November gut los, doch gegen die Kickers aus Würburg sollte es grade mal zu einem Remis reichen. Danach ging es zum anderen Aufstiegsaspiranten nach Stuttgart, wo es eine Niederlage hagelte.

Der Weihnachtsmonat wurde mit einer unfassbaren Nicht-Leistung gegen Sandhausen eröffnet, wo man gegen 10 Mann mit 1:3 verlor. Der Jahresabschluss war allerdings versöhnlich, immerhin konnten jeweils 3 Punkte in der Altstadt von Düsseldorf und gegen Kaiserslautern geholt werden.

Somit steht der Glubb am Ende des Jahres auf Platz 9, 7 Punkte hinter der Platzierung zum Beginn des Jahres.

Zusammengefasst muss man dem Jahr 2016 das Prädikat “Super” geben, auch wenn es immer noch schmerzt das die Relegation verloren wurde. Soviel Spaß wie in der Rückrunde der Saison 2015/2016 machte der Glubb allerdings selten, da kann man auch den Fehlstart in dies Saison 2016/2017 verschmerzen.